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    HamburgStichwort: Hochangereichertes Uran

    Natur-Uran enthält nur zu etwa 0,7 Prozent das spaltbare Isotop 235. Der Rest ist nicht spaltbares Uran-238. Zur Verwendung in Kernkraftwerken muss die Uran-235-Konzentration auf 2 bis 5 Prozent erhöht werden.

    Iranische Nuklearanlage
    Nuklearanlage zur Uran-Umwandlung im iranischen Isfahan (Archivbild).

    Von hochangereichertem Uran spricht man bei 20 und mehr Prozent. Für Atomwaffen wird das spaltfähige Uran-235 auf mindestens 80 Prozent angereichert. Genutzt werden dafür zum Beispiel Gaszentrifugen.

    Für den Bau einer Atombombe ist mindestens die sogenannte «kritische Masse» des verwendeten Spaltmaterials nötig. Sie ist so definiert, dass jedes bei der Kernspaltung freiwerdende Neutron eine weitere Kernspaltung auslöst, so dass sich eine Kettenreaktion selbst erhält. Für reines Uran-235 beträgt die kritische Masse 46,4 Kilogramm, das ist eine Uran-235-Kugel von knapp 17 Zentimetern Durchmesser. Durch eine neutronenreflektierende Umhüllung - etwa aus Stahl - lässt sich die kritische Masse auf etwa 16 Kilogramm reines Uran-235 verringern.

    Uran strahlt nicht nur radioaktiv, sondern ist auch hochgiftig. Im menschlichen Körper können Uran und seine Verbindungen zu schweren Nieren- und Leberschäden sowie inneren Blutungen führen. Das Schwermetall ist auf der Welt häufiger als etwa Silber. In der Regel wird es als Erz aus Bergwerken gefördert, es kommt aber auch in der Umwelt vor.

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