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    Rheinland-PfalzSternchen für Schüler aus Rheinland-Pfalz: Starke Leistungen im Ländervergleich

    Beim bundesweiten Ländervergleich haben Schüler aus Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Im Westen lagen sie mit den Bayern erkennbar vorne.

    Schülerlabor
    Die Studie belegt erneut die extrem hohe Abhängigkeit von Schulerfolg und sozialer Herkunft in Deutschland.
    Foto: Sönke Möhl - DPA

    Ostdeutsche Schüler zeigten sich beim Leistungsvergleich weitaus leistungsstärker als die meisten ihrer westdeutschen Altersgenossen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem neuen Schulleistungsvergleich der Bundesländer. Aber im Westen erzielten durchgängig neben Bayern nur noch Jungen und Mädchen ausRheinland-Pfalz Leistungswerte, die statistisch bedeutsam über dem Bundesdurchschnitt liegen - im Einzelfall auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Im Osten sind es alle Bundesländer.

    Die Studie belegt erneut die extrem hohe Abhängigkeit von Schulerfolg und sozialer Herkunft in Deutschland. Bundesweit erreichen laut den Ergebnissen Schüler aus sozial besser gestellten Familien in Mathematik im Durchschnitt 82 Punkte mehr als Jugendliche aus sozial schwächer gestellten Familien. «Dies entspricht einem Leistungsvorsprung von fast drei Schuljahren zugunsten der Schülerinnen und Schüler mit einem hohen Sozialstatus», schreiben die Wissenschaftler in ihrer Auswertung.

    Bei der Förderung von Kindern aus bildungsfernen Schichten tut sich in den Naturwissenschaften Rheinland-Pfalz bei Physik ebenfalls wieder besonders hervor - neben Sachsen in Biologie.

    In Mathematik ist Sachsen absoluter Spitzenreiter mit 536 Punkten, gefolgt von Thüringen (521) und Brandenburg (518). Schlusslicht ist Bremen mit 471 Punkten. Ein Unterschied von 25 bis 30 Punkten entspricht in etwa dem Lernfortschritt eines Schuljahres. Sächsische Schüler der 9. Klasse sind damit ihren Bremer Altersgenossen rund zwei Schuljahre voraus. Ähnlich große Leistungsunterschiede gibt es auch in der Physik. Zwischen Spitzenreiter Sachsen und dem Schlußlicht Nordrhein-Westfalen beträgt der Lernabstand ebenfalls rund zwei Jahre.

    Der neue Schulleistungsvergleich wird an diesem Freitag offiziell von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin vorgestellt. Beteiligt waren über 44 000 Schüler aus den neunten Klassen aller Schulformen. Mitarbeiter des ländereigenen Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Berliner Humboldt-Universität hatten dafür im Mai und Juni 2012 mehr als 1300 Schulen besucht.

    Basis für die Aufgaben waren die von den Kultusministern für alle Bundesländer verbindlich eingeführten Bildungsstandards. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende einer Jahrgangsstufe können soll und gelten für Lehrer als pädagogische Zielvorgabe. Damit wurden die alten, in den Bundesländern unterschiedlichen Lehrpläne an den Schulen abgelöst.

     

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