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    BerlinRoth: «Steinbrück kann in klassischer SPD-Klientel mobilisieren»

    Die Grünen sehen eine schnelle Klärung der Kandidatenfrage beim Wunschpartner SPD positiv - und auch mit einem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück können sie nach Aussage von Parteichefin Claudia Roth gut leben.

    «Ich begrüße es, wenn die SPD die Frage schnell klärt», sagte Roth am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. «Dann können wir mit unserem gemeinsamen Angriff auf Schwarz-Gelb starten.»

    Roth sagte: «Ich hoffe, dass ein möglicher Kandidat Steinbrück die gesamte SPD hinter sich versammeln kann, denn das ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Wahlkampf.» Auf die Frage, ob ein anderer Kanzlerkandidat den Grünen lieber wäre, sagte die Grünen-Chefin: «Genauso wenig wie wir uns Kandidaten vorschreiben lassen würden, reden wir hier auch nicht der SPD hinein.»

    Roth betonte: «Steinbrück wäre ein Kandidat, der in der klassischen SPD-Klientel mobilisieren kann.» Der frühere Finanzminister wäre «eine echte Kampfansage an Schwarz-Gelb und Angela Merkel».

    Nachdem Steinbrück 2002 Ministerpräsident der rot-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen geworden war, hatte es schwere Konflikte mit den Grünen gegeben. Ein Koalitionsbruch stand mehrfach auf der Tagesordnung.

    Auch ein Kandidat Steinbrück werde es mit eigenständigen starken Grünen zu tun haben. «Wir werden gemeinsam auf Augenhöhe für einen Politikwechsel kämpfen», sagte Roth. «Gemeinsam mit der SPD und ihrem Kanzlerkandidaten kämpfen wir für die Ablösung von Schwarz-Gelb.» Roth bekräftigte: «Schwarz-Grün ist kein Thema für uns, denn mit dieser Union sehe ich keinerlei Gemeinsamkeiten.»

    Die Grünen bestimmen ihre Spitzenkandidaten in einer Urwahl. «Für uns hat die Urwahl eine mobilisierende Wirkung», sagte Roth, die sich selbst bewirbt. «Es ist der Auftakt für einen lebendigen Wahlkampf. Wir kämpfen nicht nur für einen Regierungswechsel, sondern für eine grundlegend andere Politik in Deutschland.»

    Urwahl der Grünen

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