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    Report: Correas Außenpolitik kollidiert mit den USA

    Buenos Aires/Quito (dpa) - Ecuadors Staatschef Rafael Correa hat auf der internationalen Szene mit den USA und dessen Verbündeten mehrfach einen konfliktreichen Kurs eingeschlagen.

    Ecuadors Staatschef Rafael Correa
    Ecuador hat Wikileaks-Gründer Assange Asyl gewährt, um ihn gegen mögliche Verfolgung in den USA zu schützen. Staatschef Correa hat sich wiederholt als Gegenspieler Washingtons profiliert.
    Foto: Cecili - DPA

    Als unter den Wikileaks-Papieren kritische Äußerungen der US-Botschafterin Heather Hodges über Correa bekanntwurden, erklärte Ecuador im April 2011 die Diplomatin zur unerwünschten Person. Washington reagierte mit der Ausweisung des ecuadorianischen Botschafters.

    Mit seinem Nachbarn Kolumbien, ein enger Verbündeter Washingtons in der Region, brach Ecuador diplomatische Beziehungen ab, als kolumbianische Streitkräfte im März 2008 ein Lager der FARC-Guerilla in Ecuador bombardierten. Dabei waren einer der führenden Köpfe der kolumbianischen Rebellen, Raúl Reyes, und 24 weitere Menschen getötet worden. Erst zweieinhalb Jahre später wurden die Beziehungen mit Kolumbien nach der Amtsübernahme des Präsidenten Juan Manuel Santos wieder aufgenommen.

    Correas Regierung steht indessen in guten Beziehungen zu Washingtons lautestem Gegner: Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad war im Januar in Quito. Correa bekräftigte bei der Gelegenheit seine Ablehnung der internationalen Sanktionen gegen Teheran wegen dessen Atomprogramm.

    Auch in der Umweltpolitik hat Correa internationale Kontroversen ausgelöst. Zum Schutz des Yasuní-Nationalparks, eines der bedeutendsten Naturreservate der Welt, hat seine Regierung 2007 die sogenannte ITT-Initiative gestartet: Er verzichte auf die Erschließung von drei Ölfeldern im Park, wenn die internationale Staatengemeinschaft Ecuador binnen 13 Jahren insgesamt rund 7,2 Milliarden US-Dollar zahle.

    Der US-Ölkonzern Chevron wurde unterdessen von einem Gericht in Ecuador Anfang dieses Jahres wegen Umweltschäden im dortigen Amazonas-Gebiet zur Zahlung von 18 Milliarden US-Dollar Schadensersatz verurteilt. Das Unternehmen wies das Urteil ab, mit dem Argument, die Justiz des Andenlandes sei politisch beeinflusst. Den Prozess hatten schon 1993 mehrere Tausend Ureinwohner eingeleitet, die wegen Wasserverschmutzung gegen den später von Chevron übernommenen Texaco-Konzern geklagt hatten.

    In Südamerika teilt Ecuador mit Venezuela und Bolivien das Ziel, einen «Sozialismus des 21. Jahrhunderts» aufzubauen. In den regionalen Foren teilen diese Länder mit den linksgerichteten Regierungen in Argentinien und Brasilien eine kritische Stellung gegenüber der US-Blockade gegen Kuba.

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