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  • Porträt: Bischof Ackermann steht für Aufklärung

    Trier (dpa). Triers Bischof Stephan Ackermann steht beim Thema Kindesmissbrauch für lückenlose Aufklärung.

    Schon früh - Anfang Februar - erhob der gebürtige Mayener (Eifel) als einer der Ersten im Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche die Stimme: Eine «Verharmlosung oder ein Vertuschen» dürfe es nicht geben, forderte er. Die Vorgänge seien «erschütternd und verheerend» für Ansehen und Glaubwürdigkeit der Kirche, betonte er. Und erklärte, dass «alles erdenklich Mögliche» getan werden müsse, um Kindesmissbrauch in Zukunft zu verhindern.

    Jetzt ist der 46-Jährige zum Missbrauchs-Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz ernannt worden. Ackermann ist seit Frühjahr 2009 Bischof von Trier, der ältesten Diözese Deutschlands. Seit fast zwei Jahren ist der Oberhirte Vorsitzender der deutschen Kommission «Justitia et Pax» und äußert sich regelmäßig zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Fragen. Ackermann gilt als aufgeschlossen und offen. Als ehemaliger Bistumspriester ist er bei den rund 1,5 Millionen Katholiken im Bistum Trier bekannt und beliebt.

    Ackermann ist mit seiner Heimat Rheinland-Pfälzer eng verbunden. Bevor er 2006 Weihbischof in Trier wurde, leitete der promovierte Theologe fast sieben Jahren lang das Priesterseminar in Lantershofen im Norden des Bundeslandes. Aufgewachsen ist Ackermann in Nickenich im Kreis Mayen-Koblenz. Nach Abschluss seiner theologischen Ausbildung und einer zweijährigen Kaplanszeit in Bad Breisig stand er von 1991 bis 1998 der Leitung des Bischöflichen Priesterseminars Trier zur Seite. Als Weihbischof unterstützte er den früheren Trierer Bischof Reinhard Marx neue Suche mit diesem Objektverfeinern nach diesem ObjektVerfügbare Bedeutungen: Marx (56) - deutscher Erzbischof bei seiner Arbeit.