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    Opel-Poker: IG Metall kritisiert Bundesregierung

    Koblenz/Frankfurt (dpa) - Nach der überraschenden Wende im Opel-Poker hat der Frankfurter IG-Metallbezirksleiter Armin Schild die Bundesregierung scharf kritisiert. «Die Bundesregierung hat die Sicherung von Standorten, Investitionen und Beschäftigung voll umfänglich in den Sand gesetzt.»

    Das sagte Schild am Rande einer Konferenz am Mittwoch in Koblenz. «Ich habe Verständnis dafür, dass sich das Unternehmen der imageschädigenden Debatte über seinen Antrag auf Bürgschaften hierzulande irgendwann entzieht.»

    Die US-Mutter General Motors (GM) will ihre deutsche Tochter nun doch komplett aus eigenen Mitteln sanieren. Opel zieht die Anträge auf Bürgschaften zurück. Für Schild, der auch Mitglied im Opel-Aufsichtsrat ist, eine vertane Chance im Hinblick auf den Bestand der vier deutschen Werke in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern. «Die Bundesregierung und die Landesregierungen hatten die Möglichkeit, das Unternehmen GM zu langfristigen Zusagen im Gegenzug zu solchen Bürgschaften zu zwingen.»

    Opel-Chef Nick Reilly hatte zuvor weitere Einschnitte beim angeschlagenen ausgeschlossen: «Wir haben keine Absicht, den Sanierungsplan zu verändern, es ist der beste Plan für das Unternehmen.» Schild blieb dennoch skeptisch: «Ich hoffe sehr, dass die mutigen Ankündigungen von Herrn Reilly Substanz haben.» Es sei offen, «ob und wie GM die Finanzierung nun sicherstellen kann».

    /infoline/thema/mittwoch/
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