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  • Ministerium: Kanzleramt zu Kundus spät unterrichtet

    Berlin (dpa). Das Verteidigungsministerium hat eingeräumt, dass es das Kanzleramt mit tagelanger Verspätung und erst nach der Regierungserklärung von Kanzlerin Angela Merkel zum Luftangriff in Kundus über einen Bericht des verantwortlichen Oberst informiert hat.

    Der Parlamentarische Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt (CSU) teilte am Mittwoch in einer Fragestunde im Bundestag mit, Oberst Georg Klein habe bereits am 5. September den damaligen Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan über die Vorgänge bei dem Luftangriff vom 4. September mit vielen Toten informiert.

    Das Kanzleramt habe diesen Bericht am 10. September - zwei Tage nach der Regierungserklärung von Merkel (CDU) - erhalten. Der Grünen- Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin wies daraufhin, dass Klein am 5. September mitgeteilt habe, dass er Taliban «vernichten» wollte.