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  • SanaaJemen verstärkt Küstenwacht nach somalischer Drohung

    Neue Spannungen am Golf von Aden: Nach der Ankündigung der somalischen islamistischen Al Shabaab-Miliz, ihre Kämpfer zur Verstärkung des dortigen El-Kaida-Ablegers in den Jemen zu schicken, hat das jemenitische Militär die Bewachung der Küsten verstärkt.

    Schiffe und Boote, die sich dem südarabischen Land nähern, würden nun von der Küstenwache durchsucht, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Saba. Die Al Shabaab-Miliz in Somalia hatte zuvor angekündigt, ihre Kämpfer würden den Golf von Aden überqueren und an der Seite der Extremisten im Jemen «den Kampf gegen die Feinde Gottes» aufnehmen.

    Der jemenitische Außenminister Abu Bakr al-Kirbi kritisierte die Drohung mit scharfen Worten. «Der Jemen wird niemals Terroristen und Dschihadisten auf seinem Boden tolerieren», zitierte ihn Saba. Jene, die «den Terror exportieren wollen», sollten zunächst einmal im eigenen Land zum Frieden beitragen, fügte er mit Blick auf die anarchischen Zustände in Somalia hinzu.

    Das jemenitische Militär war im Vormonat mit Luftangriffen gegen vermutete El-Kaida-Lager im Land vorgegangen. Dabei sollen über 60 Dschihadisten (Gotteskämpfer) getötet worden sein. Die USA gehen inzwischen davon aus, dass der verhinderte Flugzeugattentäter von Detroit, Umar Farouk Abdulmutallab, von der El Kaida im Jemen ausgebildet wurde.

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