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    LondonGroßbritannien lehnt EU-Flüchtlingsquoten ab

    Großbritannien wird nach den Worten von Innenministerin Theresa May nicht am von der EU vorgeschlagenen Quotensystem für die Aufnahme von Flüchtlingen teilnehmen.

    Flüchtlinge
    Flüchtlinge in einer Unterkunft in Deutschland: Großbritannien wehrt sich gegen eine verpflichtende Aufrnahmequote.
    Foto: Jens Wolf/Archiv - dpa

    «Wir können nicht etwas tun, das noch mehr Menschen dazu ermuntert, sich auf diese lebensgefährlichen Reisen zu begeben», schrieb May am Mittwoch in der britischen Zeitung «The Times» und fügte hinzu: «Wir dürfen nicht neue Anreize schaffen für diejenigen, die einfach aus wirtschaftlichen Gründen kommen wollen.»

    Ziel müsse es sein, die Reisen der Menschen durch Transitländer zu verlangsamen, sie zu ermutigen, in ihre Herkunftsländer zurückzukehren oder ihnen zu helfen, in anderen Ländern außerhalb Europas ein besseres Leben zu beginnen. Hinzu kommen müsse auch ein wirksames Programm zur Bekämpfung von Schleuser-Kriminalität.

    Großbritannien hinkt bei der Aufnahme von Asylsuchenden aus der Mittelmeerregion deutlich hinter anderen großen EU-Ländern her. Im vergangenen Jahr behandelten die Briten rund 30 000 Asylanträge. Deutschland hatte im Vergleich dazu rund 200 000 Anträge zu bearbeiten. Großbritannien rechtfertigt seine Haltung mit dem Hinweis, London stelle große Finanzhilfen zur Verfügung und habe ein Kriegsschiff zur Bekämpfung der Schleuser in die Region geschickt.

    /infoline/thema/mittwoch/
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