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  • Gewerkschaft der Polizei: Steuerdaten ankaufen

    Potsdam (dpa). Der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, hat sich für den Ankauf brisanter Bankdaten möglicher deutscher Steuersünder in der Schweiz ausgesprochen. In bestimmten Kriminalitätsbereichen sei die Polizei auf entsprechende Hinweise angewiesen.

    Dazu gehöre auch die Steuerfahndung, sagte Freiberg am Montag in Potsdam. Er halte es für «zwingend erforderlich», dass die CD mit den Daten angekauft werde. Es könne nicht sein, dass Steuersünder auf Kosten der Gesellschaft lebten und dann häufig noch so täten, als ob sie moralisch im Recht seien. «Deswegen freue ich mich auch auf die Namen», sagte Freiberg.

    Der Fiskus prüft derzeit den Ankauf der sensiblen Bankdaten. Ein Informant will den Steuerbehörden die Informationen zum Preis von 2,5 Millionen Euro verkaufen. Die Deutschen sollen Millionensummen auf Schweizer Konten geschleust haben. Neben Spitzenpolitikern der Union lehnen auch Datenschützer den Deal ab. Oppositionspolitiker erklärten dagegen, der Staat dürfe sich die Steuer-Millionen nicht durch die Lappen gehen lassen.