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    DüsseldorfChronologie: Der Koalitionspoker in

    Nach dem Patt bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist die Bildung einer neuen Regierung ausgesprochen schwierig. Die bisherigen Stationen im Koalitionspoker:

    9. Mai: Die schwarz-gelbe Koalition von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) wird abgewählt. SPD und Grünen fehlt ein Mandat zur Bildung einer rot-grünen Koalition. Die CDU bleibt mit dem hauchdünnen Vorsprung von knapp 6000 Stimmen stärkste Partei.

    12. Mai: SPD und Grüne laden FDP und Linke zu Sondierungsgesprächen ein. Zunächst will Rot-Grün mit den Liberalen reden.

    14. Mai: Die FDP lehnt nach einigem Hin und Her Gespräche über eine Ampel ab. Weil SPD und Grüne gleichzeitig auch die Linken eingeladen hätten, fehle es dem Angebot an die FDP offensichtlich an Ernsthaftigkeit, erklärt FDP-Landeschef Andreas Pinkwart.

    20. Mai: SPD, Grüne und Linke reden rund fünf Stunden miteinander. Dann brechen SPD und Grüne das Treffen ab. «Wir konnten keine Verlässlichkeit erkennen», sagt SPD-Chefin Hannelore Kraft anschließend.

    27. Mai: In einem Hotel am Düsseldorfer Flughafen beginnen die Sondierungen von CDU und SPD. Kraft sagt: «Wir werden ernsthafte Gespräche führen.» Rüttgers versichert, es werde «eine andere Politik geben als in den vergangenen fünf Jahren».

    31. Mai: Die FDP ist jetzt doch zu Gesprächen mit SPD und Grünen über eine Ampel bereit.

    2. Juni: CDU und SPD beenden nach der dritten Runde ihre Treffen. Kraft wirft der CDU vor, sich in wesentlichen Bereichen nicht bewegt zu haben. Rüttgers sieht dagegen alle Voraussetzungen für eine große Koalition erfüllt. Zum Unwillen von Kraft hält die CDU an Rüttgers als Regierungschef fest.

    7. Juni: Die Linke erklärt ihre Bereitschaft, Kraft zur Ministerpräsidentin einer Minderheitsregierung zu wählen.

    8. Juni: Die Sondierungsgespräche von SPD, Grünen und FDP über eine Ampelkoalition beginnen.

    10. Juni: Zweite Sondierungsrunde - Nach zehn Stunden kommt das Aus für die Ampel.

    11. Juni: Der SPD-Landesvorstand erteilt der großen Koalition eine Absage. Die SPD will derzeit auch keine Minderheitsregierung bilden.

    15. Juni: Die Grünen fordern Kraft auf, sich schnell zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen.

    17. Juni: Kraft ist jetzt doch bereit, eine rot-grüne Minderheitsregierung zu bilden.

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