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  • BerlinBundesregierung stockt Haiti-Hilfe erheblich auf

    Die Bundesregierung stockt ihre Erdbebenhilfe für Haiti um sechs Millionen auf 7,5 Millionen Euro auf. Dies gaben Außenminister Gudio Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel (beide FDP) am Samstagabend nach einer Sitzung des deutschen Krisenstabes in Berlin bekannt.

    Zuvor hatte die Bundesregierung bereits 1,5 Millionen Euro Hilfe bewilligt. Westerwelle teilte zugleich mit, dass unter den Toten ein erster Deutscher geborgen worden sei. Zur Person machte er keine Angaben.

    Weiterhin seien noch 30 Deutsche vermisst. Es sei nicht auszuschließen, dass darunter weitere Opfer zu beklagen seien. Der Außenminister sprach angesichts der Informationen aus der Botschaft und der fürchterlichen Bilder von einer «Katastrophe biblischen Ausmaßes» und einer menschlichen «Tragödie».

    In den 7,5 Millionen Euro sind 2,5 Millionen Euro für Nahrungsmittel vorgesehen. Nach Niebels Angaben sollen die Lebensmittel durch das Welternährungsprogramm verteilt werden. Westerwelle sagte, ein Vorausteam des Technischen Hilfswerkes bereite den Einsatz von zwei Wasseraufbereitungsanlagen vor, die 60 000 Menschen mit Trinkwasser versorgen können.

    Zugleich bereite Deutschland den Aufbau eines größeren mobilen Krankenhauses vor. Die deutsche Hilfe geschehe in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern, sagte Westerwelle. Der Außenminister bedankte sich bei der deutschen Bevölkerung für die zahlreichen Spenden, auch aus der Wirtschaft «bemerkenswerte Hilfe». Deutsche Pharmaunternehmen wollten kostenlos Medikamente zur Verfügung stellen.

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