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    AthenAlexis Tsipras - Ein Stehaufmännchen

    Seine Gegner hat er schon öfters überrascht. Nun hat er es wieder getan. Alexis Tsipras steht am Wahlabend als strahlender Sieger vor seinen Anhängern, dabei war der 41-Jährige im Vorfeld schon als Verlierer gehandelt worden.

    Merkel, Tsipras und Hollande
    Aus den Wochen der Dauerverhandlungen in Brüssel: Kanzlerin Merkel, Alexis Tsipras und Frankreichs Präsident Hollande im Gespräch.
    Foto: Olivier Hoslet/Archiv - dpa

    Die harten Monate im Amt des Regierungschefs hatten sichtlich Spuren hinterlassen: Zuletzt wirkte er nicht mehr ganz so selbstsicher. Als er im Januar als Regierungschef antrat, wollte er das Sparprogramm rückgängig machen. Letztendlich stimmte er neuen, noch härteren Auflagen zu.

    Seine ersten politischen Schritte machte er als Anführer rebellischer Schüler und wurde schließlich Mitglied der Kommunistischen Jugend Griechenlands (KNE). Es folgte der Weg zur Anti-Globalisierungsbewegung und dem damals unbedeutenden Linksbündnis Syriza.

    Die Wirbel und Stürme der Finanzkrise brachten Tsipras dahin, wo ihn niemand erwartet hatte: Im Januar beendete er den ewig scheinenden Regierungsreigen zwischen Konservativen und Sozialisten. Seitdem bestimmten er und seine Mitarbeiter die griechische Politik. Einer kleinen Gruppe von etwa sieben Vertrauten wird großer Einfluss zugeschrieben - dazu gehören sein politischer Mentor, Alekos Flambouraris, und der Jugendfreund Nikos Pappas.

    Der Vater zweier Kinder lebt mit seiner Lebensgefährtin in Kypseli, einem Athener Arbeiter- und Angestelltenviertel.

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