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    HamburgWahlwiederholung: Pütz bleibt Box-Präsident

    Thomas Pütz bleibt Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB). Bei der Wiederholung der Wahl, deren Erstauflage vor knapp zwei Monaten wegen Verstößen gegen die Satzung annulliert worden war, gab es in Hamburg das gleiche Ergebnis wie im ersten Anlauf.

    Pütz, 44 Jahre alter Chef eines Sicherheits- Unternehmens in Kaltenkirchen, erhielt 168 von 169 Stimmen. Auch die Vizepräsidenten, der 43 Jahre alte Steuerberater Michael Facklam und der 60 Jahre alte Ringrichter Artur Ellensohn, bleiben im Amt. Der BDB hat 425 Mitglieder, von denen 276 stimmberechtigt sind. Die Mitglieder müssen nicht persönlich beim Wahlakt anwesend sein, sondern können ihre Stimme auf einen Repräsentanten übertragen. Deshalb verfügte der Hamburger Universum-Boxstall über 100 der registrierten 169 Stimmen.

    Erneut wurden Zweifel an der Unabhängigkeit des Präsidenten geäußert. Weil Pütz mit seinem Unternehmen für die Sicherheit bei Universum-Boxveranstaltungen zuständig ist, lautete der Vorwurf: Ein vom Boxen abhängig Beschäftigter darf nicht Präsident des Boxverbandes sein. Die Mitglieder votierten dennoch für Pütz trotz ausdrücklichen Hinweises auf diese Verquickung von Amt und Geschäft. Ein Mitglied kündigte an, die Wahl erneut anfechten zu wollen. Der BDB steckt in akuter Finanznot. Derzeit verfügt der Verband kaum noch über liquide Mittel. Die Verwaltungskosten von bislang 12 000 Euro im Monat können nicht mehr durch Einnahmen aus Box-Veranstaltungen gedeckt werden. «Wir werden sparen, sparen, sparen», kündigte Pütz an. Der Präsident will die Geschäftsstelle des BDB in seine Firmenräume verlagern, um damit Miet- und Gehaltskosten zu sparen. «So können wir in einem Jahr 70 000 Euro einsparen», sagte er.

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