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    Las VegasPacquiao nach Sieg gegen Bradley wieder Weltmeister

    Der Champion taumelte, der Herausforderer tänzelte. Leichtfüßig und lässig bewegte sich Manny Pacquiao nach dem Schlussgong des WBO-Titelkampfes im Weltergewicht gegen Timothy Bradley durch den Boxring des MGM Grand in Las Vegas.

    Champion
    Manny Pacquiao ist auf den Philippinen ein absoluter Volksheld.
    Foto: Ritchie Tongo - DPA

    Mit einem klaren und verdienten Punktsieg holte er sich den WM-Gürtel von Timothy Bradley zurück und revanchierte sich gegen den Amerikaner erfolgreich für die umstrittene Niederlage vom 9. Juni 2012.

    «Er hat mir einen guten Kampf geboten, es war nicht einfach. Ich bin sehr glücklich», sagte Pacquiao. Skeptiker hatten dem 35 Jahre alten Star von den Philippinen bei einer erneuten Niederlage bereits das Karriere-Ende vorausgesagt. Doch Pacquiao ließ vor mehr als 14 000 Zuschauern, darunter Jack Nicholson, Pamela Anderson und Charles Barkley, keinen Zweifel daran aufkommen, dass er derzeit der beste Boxer seiner Gewichtsklasse ist. «Ich habe gegen einen der besten Kämpfer der Welt verloren. Hut ab vor Manny und seinem Team», sagte Bradley nach der ersten Niederlage seiner Karriere.

    Der 30-jährige Kalifornier hatte sich nach dem umstrittenen Urteil im ersten Duell fast zwei Jahre lang anhören müssen, dass er nicht der wahre Champion sei. Obwohl Bradley nach Treffern klar hinten lag (159:253), hatten die Punktrichter damals zu seinen Gunsten entschieden. Diesmal wollte es der Linksausleger nicht auf die Urteile der Unparteiischen ankommen lassen, sondern Pacquiao ausknocken, wie er im Vorfeld angekündigt hatte. Und der «Desert storm», so sein Kampfname, begann in der Wüste von Nevada stark, bewegte sich anfangs besser und war zunächst aktiver.

    Anschließend dominierte der Ex-Champion das Duell aber. Mit zunehmender Kampfdauer schwanden Bradleys Kräfte. Allen war bewusst, dass ihn nur noch ein K.o.-Sieg hätte retten können. Doch der Lucky Punch kam trotz mehrerer Versuche nicht mehr. Er habe eine Verletzung in der Wade gehabt, hob der Amerikaner nach Kampfende hervor, machte jedoch klar, dass er dies nicht als Ausrede nutzen wolle. Auf die Frage, was nun als nächstes für ihn anstehe, verwies Pacquiao auf seinen Promotor. Experten gehen davon aus, dass es durchaus einen dritten Kampf zwischen ihm und Bradley geben könnte.

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