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    nitz hund

    Es wird eng im Hunderegal in unserem Abstellzimmer: Nassfutter in Dosen, Trockenfutter in Tüten, Kauknochen, Leckerli, mehrere Leinen, Bürste, Kamm, Schere, eine Rolle mit Kottüten, Zeckenzange – und die Kiste mit der Medizin. Die ist gefüllt bis unter den Rand, weshalb wir uns fragen: Ist Zoe wirklich so oft krank gewesen? Tatsache ist, dass wir, seit unsere damals halbjährige Dackelmischlingsdame im Oktober 2010 zu uns stieß, schon viele Stunden beim Tierarzt verbracht haben.

    Von unserem Redakteur
    Stefan Nitz

    Es wird eng im Hunderegal in unserem Abstellzimmer: Nassfutter in Dosen, Trockenfutter in Tüten, Kauknochen, Leckerli, mehrere Leinen, Bürste, Kamm, Schere, eine Rolle mit Kottüten, Zeckenzange – und die Kiste mit der Medizin. Die ist gefüllt bis unter den Rand, weshalb wir uns fragen: Ist Zoe wirklich so oft krank gewesen? Tatsache ist, dass wir, seit unsere damals halbjährige Dackelmischlingsdame im Oktober 2010 zu uns stieß, schon viele Stunden beim Tierarzt verbracht haben. Wir hatten neben den diversen Impfungen eine Scheinschwangerschaft, eine Kastration, einen gutartigen Tumor am Schwanz, eine Ohrenentzündung, eine doofe Zecke so nah am Auge, dass wir nur den Fachmann daran lassen wollten und im Frühjahr 2012 eine über Wochen hartnäckige bakterielle Entzündung auf der Schnauze.

    Dementsprechend üppig sind die Salben und Tinkturen, die wir für unseren Hund bereits bekommen haben. Zoe könnte locker einen eigenen Arzneimittelschrank damit befüllen. Neben diversen Zeckenmitteln und Entwurmungstabletten haben wir Ohrentropfen, Augentropfen, entzündungshemmende Salben, Jod zum Desinfizieren, Tropfen zur Stärkung des Bronchialsystems, Tropfen für die Ohren, Globuli zur besseren Verträglichkeit der Tollwutimpfung und sogar beruhigende Notfalltropfen, damit unser armer Hund bei den Tierarztbesuchen weniger gestresst ist. Erschreckend, was da im Laufe von relativ wenig Zeit so zusammenkommt. Erschreckend aber auch, dass die meisten Medikamente kaum benutzt oder gar noch verschlossen sind. Drei verschiedene Salben bekamen wir allein bei Zoes Entzündung der Schnauze. Geholfen hat letztlich jedoch nur eine Antibiotikabehandlung. Nachdem Zoe jede Salbe in Windeseile weggeschleckt hatte, kamen wir zu dem Schluss, dass das nicht gesund sein kann und stellten das Eincremen ein.

    Auch bei den diversen anderen Tropfen beschränkten wir uns auf das Minimum und hofften auf die Heilkraft der Natur, und das zu Recht. Fast ein Jahr lang hatten wir nun Ruhe. Jetzt bekam Zoe jedoch an einem Auge eine leicht entzündete Bindehaut. Da ohnehin ein Impftermin fällig war, gingen wir mal lieber zum Tierarzt – und kamen zurück mit pflanzlichen Augentropfen, die aber auch nicht bei jedem Hund anschlagen sollten und die man, weil homöopathisch, je nach Bedarf beliebig oft benutzen dürfe. Da von der Impfung geschwächt, verzichteten wir abends darauf, unseren Hund auch noch mit Augentropfen zu quälen, verschoben es auf morgen. Am nächsten Tag jedoch sahen Zoes Augen gar nicht mehr gerötet aus und tränten nicht mehr. Sollten wir ihr trotzdem die Tropfen geben? Sie werden sicherlich nicht schaden, aber müssen wir Zoe damit ärgern? Wir entschieden uns für ein klares „Nein, müssen wir nicht“ – und stellten das noch immer verschlossene Fläschchen zu den anderen Medikamenten in die eingangs erwähnte Hundearzneikiste. Diese sollten wir aber schleunigst durch eine größere ersetzen.

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