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    Hund Altenkirchen Betzdorf Kolumne Tipps Nitz Zoe

    Die Geschenke sind ausgepackt, das neue Jahr wurde begrüßt, Arbeits- und Schulalltag nehmen ihren Lauf. Der abendliche Gassigang durchs Dorf zeigt, dass sich die Nachweihnachtszeit rapide dem Ende zuneigt. Tag für Tag verschwinden Lichterketten und Leuchtsterne von Bäumen, Büschen und Fensterscheiben.

    Von unserem Redakteur Stefan Nitz

    Die Geschenke sind ausgepackt, das neue Jahr wurde begrüßt, Arbeits- und Schulalltag nehmen ihren Lauf. Der abendliche Gassigang durchs Dorf zeigt, dass sich die Nachweihnachtszeit rapide dem Ende zuneigt. Tag für Tag verschwinden Lichterketten und Leuchtsterne von Bäumen, Büschen und Fensterscheiben. Abend für Abend nimmt das Licht der noch immer aus Wohnzimmern auf die Straße strahlenden Christbäume ab.

    Auch wir werden unsere große Nordmanntanne am Wochenende abschmücken und auf der Terrasse zwischenlagern, bis sie Ende Januar abgeholt wird. Der Spaziergang in der Dunkelheit zeigt aber noch mehr: nämlich die unschönen Ballerreste der Neujahrsnacht, die vom geschmolzenen Schnee wieder freigegeben wurden. Und das stinkende Erbe von Hundehaltern, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigt, sondern listigerweise mit Schnee bedeckt hatten.

    Und da man die Haufen in der Dunkelheit nicht sieht, wurde auch ich dieser Tage doppelt Opfer jener Tretminen. Manch anderer konnte ich gerade noch ausweichen. Deshalb nun was zum Lernen für Hundehalter, die es noch nicht wissen: Schnee schmilzt, Hundekacke nicht.

    Zoe, unser inzwischen zehn Monate junger Dackelmischling, hat Silvester übrigens unbeschadet überstanden. Die bunte Knallerei verfolgte sie unaufgeregt und keineswegs panisch von der Terrassentür aus. Ansonsten ging es ihr wie den Menschen auch: Den fehlenden Schlaf holte sie ausgiebig am Neujahrswochenende nach. Auch die Kugeln an unserem Christbaum ließ unser Tier, das nach wie vor nicht sonderlich verspielt ist, in Ruhe.

    Am Jahresanfang hatte ich als Hundeneuling etwas Muße, ein bisschen Bilanz zu ziehen. Und war erstaunt darüber, wie schnell wir uns an unser Tier und Zoe sich an uns gewöhnt haben. Nach ein paar Wochen kommt es uns so vor, als wären wir schon seit einer Ewigkeit Hundehalter. Die Abläufe verselbstständigen sich. Das wechselseitige Vertrauen wächst. Und es wachsen die Erfolgserlebnisse.

    Es ist beachtlich, wie schnell unser Hund Befehle wie „Sitz“, „Platz“, „Stopp“, „Nein“ oder „Aus“ gelernt hat und umsetzt. Zumindest tut Zoe das, wenn sie von nichts anderem – vor allem von keinem anderen Hund – abgelenkt wird. So weit, dass wir es mit derartiger Konkurrenz aufnehmen könnten, sind wir noch nicht. Es ist schön anzusehen, wie sie bei „brav“ oder „lieber Hund“ in Erwartung eines Leckerlis mit dem Schwanz wedelt. Eine Order, die ich ihr beigebracht habe, stimmt mich im Nachhinein jedoch nachdenklich. Denn Zoe kann „Pfötchen geben“. Wozu das gut ist? Vermutlich zu gar nichts, sieht aber süß aus.

     

    Auf den Hund gekommen
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